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Beförderungsvertrag (Frachtvertrag)

Beförderungsverträge werden nach altem Fuhrmannsrecht in vielen Fällen immer noch mündlich (telefonisch) abgeschlossen. Zur besseren Beweislage ist allerdings anzuraten, einen Beförderungsvertrag schriftlich, zumindest per Fax abzuschließen, um im Streitfall sämtliche Vereinbarungen nachweisen zu können.

Die Grundlagen des Beförderungsvertrages sind in mehreren deutschen Gesetzen geregelt:

  • Handelsgesetzbuch (HGB) § 407 Frachtvertrag
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 631 ff Werkvertrag (Ein Beförderungsvertrag ist ein Werkvertrag)
  • Güterkraftverkehrsgesetzt (GüKG) dessen Vorschriften von allen am Beförderungsvertrag Beteiligten einzuhalten haben.
  • Internationale Vereinbarung über Beförderungsverträge auf Straßen (CMR) regelt den Beförderungsvertrag bei Transporten im Straßengüterverkehr zwischen den Mitgliedsstaaten des CMR (Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route).
  • Grundlegende Inhalte des Beförderungsvertrages sollten sein:
  • Willenserklärung des Versenders das Transportgut zum Transport zu übergeben.
  • Willenserklärung des Frachtführers das Gut zu transportieren.
  • Ort und Tag der Übernahme des Gutes.
  • Ort und Tag der Ablieferung des Gutes.
  • Entgelt für den Transport inklusiver aller anfallenden Kosten.
  • Mögliche Standgeldvereinbarungen.
  • Zahlungsziel.
  • Haftungsbedingungen des Frachtführers
  • Gerichtsstandsvereinabrung.


Der Einzel-Beförderungsvertrag erlischt in der Regel mit der korrekten Zahlung des Frachtentgeltes an den Frachtführer.

Ein Sammel-Beförderungsvertrag erlischt entweder nach der Ableistung der Anzahl der vereinbarten Transporte und deren Bezahlung, oder, bei Zeitverträgen nach Beendigung der vereinbarten Transportzeit und Abgeltung der geleisteten Transporte.





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