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Beschaffungslogistik

Unter Beschaffungslogistik versteht man alle Prozessen angefangen von den Preisverhandlungen der Einkaufsabteilungen bis hin zum Verbringen der Ware in das Lager der Produktionslogistik.

Zunächst ist es die ständige Aufgabe des Einkäufers, die Preise im Verhältnis zur Qualität der Waren mit denen andere Anbieter zu vergleichen um stets einen günstigen Einkauf tätigen zu können. Dazu gehört auch das Aushandeln von Mengenrabatten.

Bei Just in Time (JIT) Produzenten muss zudem sichergestellt werden, dass die benötigte Ware rechtzeitig zum Produktionstermin geliefert werden kann und zwar kontinuierlich.
Für die Anlieferung der Ware gibt es drei Möglichkeiten:

  1. ExW, bedeutet Ex Werk, dabei holt der Verbraucher die Ware mit eigenem Fuhrpark ab oder beauftragt seinen eigenen Hausspediteur mit der Abholung.
  2. Unfrei, hierbei wird nur der eigentliche Warenpreis festgelegt, die Transportkosten werden gesondert berechnet.
  3. frei Haus. dies bedeutet, dass die Kosten der Anlieferung bereits im Warenpreis enthalten ist und der Verkäufer liefert die Waren mit eigenem LKW oder beauftragt seinen Hausspediteur mit der Lieferung.


Der Einkäufer bestellt die Ware anhand der Bestände seiner kontinuierlichen Inventur um die Bestände bis zum Maximum wieder auszufüllen.

Bei Eingang der Lieferung wird diese anhand der Ladelisten und Lieferscheine kontrolliert, anhand der kontrollierten Lieferscheine werden dann Palettenzettel ausgedruckt, die einen EAN-Code mit allen relevanten Daten enthalten. Dieser wird an den Packstücken befestigt und durch scannen beim Entladen wird die gelieferte Ware dem System zugefügt.

Anhand dieser Buchungen kann die Buchhaltung bei den Eingangsrechnungen feststellen, ob die berechnete Ware auch in voller Menge geliefert wurde.
Entnimmt die Produktion Ware aus diesen Beständen, muss das ebenfalls im System verbucht werden, damit die Einkaufabteilung über die Entnahme und somit eine Mengenminderung informiert ist und bei Erreichen der Minimalmenge nachbestellen kann.

In vielen Sparten ist es auch bereits üblich, dass sich mehrere Unternehmen zu Einkaufsgenossenschaften zusammenschließen um durch den Einkauf extrem großer Mengen einen sehr guten Einkaufspreis realisieren zu können.





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