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Messelogistik

Ein Veranstalter, der einen Messeauftritt plant, hat unter Umständen nicht auch noch die Möglichkeit, die gesamte Logistik fehlerfrei mit abzuwickeln. Daher gibt es Messespediteure, welche sich um die gesamte Abfertigung kümmern.

Am Betriebsort des Messeveranstalters wird sich dieser mit dem Spediteur zusammen setzen und eine genaue Liste ALLER Messutensilien inklusive Messestände und Ausstellungswaren, sowie deren Maße und Gewichte zusammenstellen.Alles weitere wird der Messespediteur übernehmen.

Der Spediteur errechnet anhand der Liste den Bedarf an Laderaum und ordert zum Versandtag die benötigten LKW an den Versandort des Veranstalters. Besitzt dieser keine ausreichenden Ladegeräte wie z.B. Gabelstapler, können diese vom Spediteur als Mitnahmestapler am LKW mitgebracht werden.
Nun werden die Fahrzeuge in der Reihenfolge verladen und losgeschickt, in der sie am Messegelände abgefertigt werden.

Befindet sich die Messe im Ausland, also in einem Staat außerhalb der EU, so wird der Spediteur als Zollpapier ein Carnet ATA ausstellen, was aber auch nur möglich ist, wenn der Veranstalter seine Waren nicht direkt vor Ort veräußert sondern nur zur Schau stellt.

Am Ort der Messe hat der Spediteur bereits sein Büro bezogen (Die meisten Messeveranstalter bieten dafür Bürocontainer zur Miete an) und die benötigten Gerätschaften wie Ladegeräte vor Ort beschafft.
Bei Eintreffen der LKW am Messeort werden diese anhand eines vorher präzise erstellten Entladeplans für die gesamte Messe entladen und die Waren werden an den Ort befördert, an dem der Veranstalter seinen Stand aufbauen darf.

Die Rückführung nach Beendigung der Messe erfolgt dementsprechend anders herum.
Der Zeitaufwand der Logistik für eine 3 Tage-Messe kann sich dann gut und gerne auf eine Woche bis zehn Tage belaufen (inklusive der Messezeit, allerdings).



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