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RoRo-Schiffe / Fähren

Diese Schiffstypen dürften mittlerweile jedem bekannt sein, da sie aufgrund einiger tragischer Unfälle mehrfach durch die Medien gegangen sind. Das RoRo bedeutet dabei "Roll on Roll of" und beschreibt die Be- und Entladeart des Schiffes. Fahrzeuge fahren auf der eine Seite in die Fähre ein und auf der anderen wieder hinaus.
RoRo-Schiffe werden aufgrund der kurzen Wechselzeiten als Autofähren für den Transport aller Straßenfahrzeuge, vom kleinen PKW bis hin zum großen LKW eingesetzt.


In der Regel fahren diese Fähren im Linienverkehr zwischen zwei Häfen, auch im internationalen Seeverkehr nach festen Fahrplänen.

Ablauf (am Beispiel eines LKW)

  • Sobald der Disponent absehen kann, wann eines seiner Fahrzeuge eine Seequerung benötigt wird er bei der entsprechenden Reederei diesen Lkw unter Angabe von Gewicht und den Maßen des Fahrzeugs buchen.
  • Auf dem Weg zu Hafen muss der Fahrer stets Kontakt zum Disponenten halten, ob er pünktlich ankommt, denn eine Fähre wartet nicht
  • Im Fährhafen angekommen meldet sich der Fahrer im Frachtbüro der Reederei mit seinen Frachtpapieren.
  • Der Fahrer bekommt eine Ladezettel für die Windschutzscheibe, auf dem von außen lesbar das Gewicht des Fahrzeugs steht, so das es die Stauer lesen können.
  • Zudem erhält der Fahrer je nach Route Dokumente mit seiner Kabinennummer und seine Meal-Voucher (Essen-Gutscheine)
  • Die Verlader der Fähre stehen mit der Schiffsbrücke in Kontakt und lassen die LKW mit den jeweils passenden Gewichten an Bord fahren, immer darauf achtend, dass das Gleichgewicht der Fähre eingehalten wird.
  • Das Abstellen der Fahrzeuge auf dem Deck erfolgt nach Vorgaben der Einweiser.
  • Das Verbleiben der Fahrer in den Fahrzeugen während der Überfahrt ist nach Seerecht nicht gestattet.
  • Kurz von Ankunft im Zielhafen werden die Türen zu den Fahrzeugdecks wieder geöffnet, dass die Fahrer zu ihren Fahrzeugen gehen können und die Abfahrt vorbereiten.
  • Die Fahrzeuge verlassen nach dem Vertäuen der Fähre das Schiff durch die Entgegengesetzten Tore und verlassen durch die Zollkontrolle den Hafen.

Die Standzeit auf einer Fähre gilt übrigens als Ruhezeit im Rahmen der Lenk- und Ruhezeiten, wobei das Auffahren auf die Fähre und das Herunterfahren die Ruhezeit im Rahmen dieses Gesetzes nicht unterbricht.





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