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Viehtransporte

Ein recht heikles und immer wieder umstrittenes Thema, da es auch hierbei, wie überall schwarze Schafe gibt. Unter dem Begriff "Viehtransport" versteht man ganz lapidar das Verbringen von lebenden Tieren von einem Ort an einen anderen Ort mittels eines geeigneten Transportmittels.


Noch bis vor wenigen Jahren konnte sich jeder beliebige Spediteur oder Transporteur auf Viehtransporte spezialisieren ohne das jemand seinen Kenntnisstand darüber abgefragt hätte.
Dem hat der Gesetzgeber allerdings einen Riegel vorgeschoben. Nachdem es schon seit längerem Bestimmungen über Art und Zeit von Viehtransporten gab, muss heutzutage ein Fahrer von solchen Transporten einen Lehrgang mit abschließender Prüfung absolvieren, wodurch ihm die Genehmigung zur Führung eines LKW für den Lebendvieh-Transport erteilt wird.

Der Transport von lebenden Tieren auf einfachen, normalen Viehaufbauten ist gesetzlich auf 8 Stunden begrenzt. Werden jedoch Spezialfahrzeuge eingesetzt und ebenfalls die nötigen Pausen zur Tränke und Fütterung eingehalten, entfällt die zeitliche Beschränkung des Transportes.

Warum  lange und grenzüberschreitende Viehtransporte?

Hierüber streiten schon seit langem Wirtschaft und Tierschützer. Neben rituellen und religiösen Riten beim Schlachten der Tieren geht es ansonsten tatsächlich nur um wirtschaftliche Interessen. Der Großschlachthofe in 500 KM Entfernung schlachtet wesentlich günstiger, wie der Kleine gleich nebenan, die Tierschutzbestimmungen in manchen EU-Mitgliedsländern sind weniger scharf wie die deutschen, ebenso ist die Mästung dort wesentlich preiswerter.
Diese Entwicklung hat allerdings auch der Verbraucher mit beeinflusst, indem immer preiswertere Waren verlangt werden, ohne darüber nachzudenken, wodurch solch ein Preisverfall wohl zustande kommen mag.

Wer im Gegensatz dazu allerdings schon einmal einen verantwortungsbewussten Fahrer eines Tiertransportes beobachten konnte, der wird nicht so ganz schnell wieder von Tierquälerei beim Transport sprechen.




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