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Zollabfertigung

Bei Verbringen der Ware in ein Nicht-EU-Land ist eine Zollabfertigung vonnöten, wobei sich das Verfahren bei den EU-Nahen Staaten meist auf ein Steuerverfahren beschränkt, in dem die Einfuhrumsatzsteuer behandelt wird. In der Regel wird hierzu das Gemeinschaftliche Versandverfahren genutzt. Der Warenempfänger laut Zolldokument ist in der Pflicht, die Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten. Hat dieser kein eigenes Konto bei der Zollverwaltung oder ist dem Zoll gegenüber nicht kreditwürdig, kann sich die Zollabfertigung solange hinziehen, bis die Einfuhrumsatzsteuer in Vorkasse an den Zoll geleistet wurde. Bei übermäßigen Wartezeiten hierdurch ist der Frachtführer ebenfalls berechtigt, ein Standgeld zu verlangen, welches in diesem Falle der Empfänger als der Verursacher zu zahlen hat.

Vorgehen der Zollabfertigung

Der Fahrer meldet seinem Disponenten die erfolgte Beladung und macht sich dann auf den Weg zum Empfänger unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten. Dabei hält er ständig Kontakt mit seiner Disposition, damit dem Fahrzeug rechtzeitig eine Folgefracht möglichst nah am Ort der Entladung zugeteilt werden kann.

Bei Ablieferung hat sich der Fahrer die ordnungsgemäße Übergabe der Ware von dem Empfänger auf dem Frachtbrief, alternativ auf dem Lieferschein, der Ladeliste oder dem Bordero quittieren zu lassen.
Je nach Vorgehensweise, von Firma zu Firma unterschiedlich, wird der Fahrer die quittierten Dokumente schnellstmöglich bei seiner Disposition abgeben oder per frankiertem Rückumschlag mit der Post senden, da diese Dokumente Grundlage für die Berechnung der Fracht sind.

Nach Erhalt der quittierten Frachtpapiere wird der Frachtführer die Transporte aufgrund des geschlossenen Beförderungsvertrages in Rechnung stellen. Die Frachtpapiere im Anhang der Rechnung gelten dabei als Nachweis über den ordnungsgemäß ausgeführten Transport.
Sollte allerdings der Auftraggeber auch nach mehrmaliger Mahnung den Frachtpreis ohne triftigen Grund nicht begleichen, hat der Gesetzgeber dem Spediteur eine recht mächtige Möglichkeit an die Hand gegeben, das Frachtführerpfandrecht.



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